Anmerkungen zu den Aussagen von Bürgermeister Richard Kammerer in der Mantler Marktratssitzung am 28.04.26, bezogen auf meinen Leserbrief vom 24.04. in "Der neue Tag", den Sie hier nachlesen können:
Natürlich kann ein Förderantrag erst gestellt werden, wenn eine Planreife vorliegt. Klar ist aber auch, dass es bisher versäumt wurde, diese Planreife beim ehemaligen Gasthaus „Post“ herbeizuführen.
Für das ehemaligen Gasthaus „Post“ liegt seit 2022 – also seit vier Jahren – eine detaillierte Machbarkeitsstudie vor, auf deren Basis man einen Bauplan hätte erarbeiten können. Passiert ist jedoch nichts!
Die Aussage von Bürgermeister Kammerer, dass nicht mehrere Bauprojekte gleichzeitig begonnen werden sollen, ist aus meiner Sicht ein reiner Vorwand.
So wurde beispielsweise mit der Planung für den Umbau der Mehrzweckhalle zur Sporthalle begonnen und die Förderanträge dafür gestellt, während die Erweiterung des Feuerwehrhauses noch nicht abgeschlossen war.
Dass der Umbau der Mehrzweckhalle erst in diesem Jahr erfolgen kann, liegt daran, dass die Ausschreibung fehlerhaft war und wiederholt werden musste. Dadurch hat sich der Umbau der Mehrzweckhalle um ein Jahr verzögert. Ohne diesen gravierenden Fehler wäre der Umbau zur Sporthalle zeitlich mit dem Umbau des Feuerwehrhauses zusammengefallen.
Der Bauplan für den Umbau der „Post“ muss noch in diesem Jahr erstellt werden und die Förderungen so schnell wie möglich beantragt werden, damit mit dem Umbau in 2027 begonnen werden kann.
Angesichts des massiven Wirtshaussterbens in Mantel wird dringend ein Ort der Begegnung gebraucht mit Bereichen wie einer Gastronomie mit Biergarten, Cafe, Jugend- und Seniorentreff oder einem Saal für Veranstaltungen.
Die öffentliche Hand hat eine besondere Verpflichtung, ihre Liegenschaften nicht verkommen zu lassen und mit dem Geld der Steuerzahler achtsam umzugehen.
Eigentum verpflichtet – auch die Gemeinde Mantel !
Dr. Manfred Klier