Die Mantler SPD bringt sich mit einer eigenen Resolution an die Bundes- und Landes-SPD in die aktuelle Diskussion der Rentenreform ein.
Diese beinhaltet drei Schwerpunkte:
So sollen erstens Personen nach dem 60. Lebensjahr und 45 Beitragsjahren, die Schwerarbeit leisten, nach wie vor die Möglichkeit erhalten, vorzeitig abschlagsfrei in Rente gehen zu können. Voraussetzung soll eine Gesundheitsprüfung sein. Dieser Vorschlag, der vom stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Bundesstag, Dirk Wiese, in die Diskussion eingebracht wurde, lehnt sich an die Schwerarbeitspension an, die in Österreich bereits 2007 eingeführt wurde. Diese gilt für Personen im Nacht- und Schichtdienst, für Menschen, die schwere körperliche Arbeit mit hohem Energieverbrauch leisten, regelmäßige Arbeit unter extremer Hitze oder Kälte verrichten und mit gesundheitsgefährdenden Stoffen arbeiten.
Der zweite Punkt der Resolution betrifft eine Anpassung bei der Rentenberechnung. Dadurch sollen Personen mit niedrigem Lebenseinkommen gegenüber der aktuellen Berechnung besser gestellt werden, einhergehend mit einem leichten Abschmelzen hoher Renten.
Drittens soll – entgegen der Empfehlung der Rentenkommission – für die Altersteilzeit das Blockmodell erhalten bleiben, da dieses von vielen Personen zum Ausklang ihres Erwerbslebens bevorzugt wird und diese Regelungen überdies zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ausgehandelt werden und nicht in den Regelungsbereich der Rentenreform fällt.